Heute Abend auf 3sat, ein Film über Taiwan von 2004.
am 4. Januar um 18.15 auf 3sat
Mit den besten Stücken aus Chinas kultureller Vergangenheit und atemberaubenden Landschaften gesegnet, dazu mancherorts die Symbiose einer archaisch lebenden Gesellschaft und urbanisierter Weltbürger, so wird Taiwan beschrieben. Ein lebhafterMelting-Pot aus Einflüssen der verschiedenen Provinzen des benachbarten Mutterlandes – die Südküste des chinesischen Festlandes liegt rund 160 Kilometer entfernt. Taiwan erfreut sich einer offenbar stabilen Glaubensvielfalt: Taoisten und Konfuzianer, Buddhisten und Animisten leben friedlich nebeneinander, zusammen mit Christen und Muslimen. Dieses reiche geistige Leben prägt Architektur und Rituale des Alltags.
Allein mehr als 5.000 Tempel stehen im Land verstreut, darunter eine der größten buddhistischen Anlagen überhaupt. Den wirtschaftlichen Boom ihrer Insel verdanken die Taiwaner ihren Hightech-Exporten. In der Dreimillionen-Hauptstadt Taipeh ist das derzeit höchste Gebäude der Welt entstanden, mit 101 Stockwerken überragt der gewaltige Turm die imposante Skyline der Metropole. Und die lebt aus den Widersprüchen postkolonialer Lebenswelten: Auf den Nachtmärkten gibt es seltsame Gepflogenheiten, die chinesische Oper zeigt eine für den westlichen Zuschauer eigensinnige Ästhetik. Zum Staunen bringt den Besucher das weltberühmte Palastmuseum, das seit der Kulturrevolution die Schätze aus der Verbotenen Stadt in Peking aufbewahrt. Spektakulär ist der Besuch der 20 Kilometer langen Taroko-Schlucht, wo sich steingraue Wildwasser zwischen Marmorwänden hindurch fräsen: eines der Naturwunder dieser Erde. In der Sprache der taiwanischen Ureinwohner bedeutet TaRoKo ’schön’.
Dann seht ihr mal in bewegten Bildern, worüber ich immer schreibe.
Bei 5000 Tempeln kannste ja beten, bis der Arzt kommt.
Von: €ulenspiegel am 5 Januar, 2008
um 4:47